Parkinson Willkommen bei Schlötti
© Heiko Schlötterer 2013
Information über meine Krankheit Parkinson
Der eine hat Zucker, der andere mit dem Rücken, ich habe Parkinson. Warum schreibe ich darüber ? Ganz einfach, es erleichtert das Leben, wenn man darüber spricht. Es hilft mir, damit besser umzugehen. Die Parkinson-Krankheit habe ich mit dem 36. Lebensjahr fest gestellt. Eigentlich ist es eine Erbkrankheit bzw. entsteht durch ein defekt im GEN. Bei mir ist es evtl. ein defekt im GEN, da keiner in der Familie Parkinson hat bzw. hatte. Auch nicht im hohem alter  von 80 Jahren. Es ist manchmal schwierig damit klar zu kommen. Die geschädigte Seite ist meistens die, mit der man am aktivsten ist. Also ich bin Linkshändler, also habe ich es mit der linken Seite zu tun. Ich bin inzwischen im fortgeschritten Stadium. Das heißt, ich werde mit Medikamenten behandelt, um den Zerfall der Zellen zu blockieren. Das ist allerdings nicht einfach, den es gibt Medikamente, die blockieren so stark, das ich verkrampft bin. Das wirkt sich wie eine Lähmung aus. Das andere Medikament soll das blockieren aufheben, also zittere ich mehr. Hier das Mittelmaß zu finden ist schwierig. Auch die Nebenwirkungen sind nicht angenehm, so wie Müdigkeitsattacken, unruhiger Schlaf, Depressionen uvm. . Ich nehme täglich mehrmals Pramipexol 0,35mg und Levodoprabens so wie Madopar Depot am Tag ein. Seit dem habe ich mich zurückgezogen, da ich mich unter Leuten nicht mehr wohl fühle. Das ist zwar falsch, komme so besser mit mir selber zurecht. Auch auf der Arbeit tue ich mich schwer. Ich rede aber über meine Krankheit. Was nervt ist immer die Frage, “Wie geht es Dir ?” Eine ehrliche Antwort kann ich hier nicht geben. Was mir mehr hilft, ist über mein Verhalten zu reden. Wie deine Sprache ist in der letzten Zeit schlechter geworden oder deine Bewegung sieht anders aus wie vor einem Jahr. Darüber rede  ich dann lieber. Es hilft mir, mit dem Alttag klar zu kommen. Um gegen die Krankheit anzukämpfen, mache ich Sport. Also Rad fahren und laufen. Bewegung tut mir sehr gut. Die Motorik läuft dann besser. Der Nachteil, ich habe extrem abgenommen. Ich würde lieber 73 Kg wiegen, statt momentan 59Kg. Inzwischen brauche ich doppelt so lange, wie vor 7 Jahren. Ob es das Anziehen ist oder das essen. Oder irgendwelche Aufgaben zu lösen. Einen Schraubendreher in der Hand zu halten ist für mich zur Zeit eine Qual. Das deprimiert. Auf Arbeit habe ich den Schichtbetrieb aufgegeben. Es gibt aber auch ausnahmen, wo länger gearbeitet werden muss. Dies hat mich total um, da ich meine Medikamente unregelmäßig  nehme. Der Körper kommt damit gar nicht klar. Aber der Job macht Spaß und ist sehr abwechslungsreich, was wieder motiviert. Nun steht die OP an, die mir Hoffnung zur besseren Lebensqualität gibt. Dazu habe ich einen Blog eingerichtet mit Täglichem Bericht.
Parkinson ist ein Absterben von Dopamin produzierenden Nervenzellen im Gehirn. Dopamin wird im Gehirn zu Steuerung der Motorik benötigt. Der Körper Produziert normalerweise das Dopamin selber.
Man muss nicht Kämpfen mit der Krankheit, sondern sich damit auseinander setzten und  im Alltag damit klar kommen. Den Kopf im Sand stecken ist keine Lösung. Reden und sich damit befassen, erleichtert vieles.
Es gibt mehrere Stufen der Parkinsonkrankheit.
Interessante Links, zur Parkinsonkrankheit: